Abenteuer Reisen: Meine Top 17 Travel Hacks – teils alltagsgeeignet

Als Vollzeitreisender bin ich bereits seit Jahren in der Welt unterwegs. Über die Zeit hinweg habe ich wichtige Dinge gelernt, die mir heute auf meinen Reisen sehr hilfreich sind. Meine besten Travel Hacks teile ich nun mit dir, damit sie auch dein Leben erleichtern. Einige davon sind übrigens auch im Alltag anwendbar. Weitere Infos zu meinen Reisen findest Du hier und wirst via Twitter und Telegram über neue Beiträge informiert. Erfahre mehr über mich in meinen Instagram-Stories und mehr zu meinen Reisen auf Youtube.

Meine 17 besten Travel Hacks für unterwegs.

Meine 17 besten Travel Hacks für unterwegs.

Nägel feilen ohne Nagelfeile

Eine Kante in einem Fingernagel zu haben, ist schnell passiert und nicht immer hat man eine Nagelfeile griffbereit. Was aber fast immer in Reichweite ist, ist ein Bad. Dort haben die Fugen zwischen den Kacheln meist eine vergleichbare Konsistenz mit der einer Nagelfeile und eignen sich somit ideal, um das Missgeschick schnell zu beheben.

Gratiswasser am Flughafen nach der Sicherheitskontrolle

Eigentlich denke ich immer, jeder kennt den Trick und lebt ihn. Gerade aber hörte ich ein Gespräch am Flughafen, aus dem hervorging, dass dem nicht so ist. Durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen darfst du keine Getränke mitnehmen. Das ändert aber nichts daran, dass du leere Flaschen mitnehmen kannst! In Europa kannst du fast allerorts bedenkenlos aus dem Wasserhahn trinken, hier ist also alles kein Problem. Achte nur bei der Wahl der Flasche darauf, dass sie nicht zu hoch ist, damit sie gut unter einen Wasserhahn passt. Es gibt sehr gute 0,75-Liter-Flaschen, die teils niedriger als übliche 0,5-Liter-Flaschen sind. Ich bevorzuge diese. Insbesondere bei Reisen mit Billigfliegern möchte ich an Board nicht noch Geld für Getränke ausgeben.

In anderen Ländern sind Trinkwasserspender weit verbreitet und eigentlich Standard. Auch an deutschen Flughäfen gibt es sie – meist jedoch gut versteckt. Ich frage meist das Reinigungspersonal am Flughafen, das fast immer exzellent über diese sorgfältig ausgewählten Verstecke informiert ist. Meist muss man sie ähnlich suchen, wie die Abkürzung zum Ausgang in einem bekannten Möbelhaus. Aber immerhin ist es gratis und oft gibt es auch extra Spender für Wasserflaschen, sodass man diese auch im Kontext der Einsparung von Plastik einfach darunter stellen und automatisiert auffüllen lassen kann.

An vielen Flughäfen gibt es zudem heißes Wasser – bitte fülle jedoch niemals heißes Wasser in deine Plastikflasche – sie hält das nicht aus! Hast du einen Heißgetränkebecher dabei, lohnt es sich bei Reisen an große internationale Flughäfen eigenen Tee etc. mitzubringen – vor allem bei längeren Aufenthalten.

Hände waschen in der Wildnis ohne Wasser zu verschwenden

Jahrelang habe ich Wasser verschwendet, wenn ich mitten im Nirgendwo versuchte mir die Hände mit einer Flasche zu waschen. Teils bin ich darüber dann nach Stunden halb verdurstet. Erst 2020 lernte ich von Locals in der Ukraine den absolut simplen Trick, auf den ich zu meiner Schande nie selbst kam: den Deckel auf der Flasche belassen und lediglich so weit aufdrehen, dass ein dünner Wasserstrahl herauskommt.

Technikschutz bei Regen & Sitzunterlage

Mein Rucksack verfügt über einen Regenschutz aber insbesondere bei Starkregen traue ich diesem (bislang unbegründet) nicht zu 100%. Zur Sicherheit habe ich also immer eine Plastiktüte dabei, in der ich als doppelte Sicherung nochmals wichtige Gegenstände verstauen und vor Regen schützen kann. Nimmt keinen Platz weg, wiegt nichts und erweist sich im Zweifelsfall aber als Retter in der Not. Zudem dient sie als Sitzunterlage, wenn man seine Hose vor Schmutz schützen will. Überaus praktisch.

Gewichtsbeschränkungen beim Handgepäck umgehen und wichtige Dinge im Flieger griffbereit haben

Mein Handgepäck ist immer bis oben hin voll mit Technik und Badsachen. Vom Gewicht her bin ich fast immer am Limit. Zwar habe ich noch nie erlebt, dass Handgepäck gewogen wird, für den Fall, dass, und auch um mehr Platz im Rucksack zu schaffen, stopfe ich im Winter jedoch vor allem schwere und größere Gegenstände in meine Jacke, die keinesfalls gewogen wird. Da ich bei kaltem Wetter stets eine Skijacke trage, stehen mir sieben Taschen zur Verfügung und meine Jacke wog auf einem Rückflug aus den USA tatsächlich mal stolze fünf Kilogramm. Zusätzlich trage ich gern eine Weste mit verschließbaren Taschen, in die auch noch etwas passt.

Trägst du eine Jacke mit nur wenig Taschen, die etwas lockerer fällt, und hast nur ein Handgepäckstück inkludiert, kannst du einen Sportbeutel mitnehmen, in dem du z. B. wenige wichtige Dinge platzierst, die du im Flieger griffbereit haben willst. Diesen trägst du einfach unter der Jacke versteckt am Rücken, wenn du den Flieger betrittst und kannst dein richtiges Gepäckstück direkt oben verstauen, ohne dort noch rumwühlen zu müssen und alles aufzuhalten. Zu einer Bauchtasche sagt üblicherweise auch niemand was.

Kofferinhalt mit richtigem Code schützen

Angenommen, du übernachtest in einem Hotel ohne Safe und wünschst dir zumindest einen minimalen Schutz für deine Wertgegenstände. Hier empfiehlt es sich, alles in deinem Koffer einzuschließen, sobald du das Zimmer verlässt. Üblicherweise verfügt das Reinigungspersonal natürlich nicht über deine persönlichen Daten. Vor allem in kleineren Unterkünften weiß man aber nie, wie gut die Sache mit dem Datenschutz funktioniert und daher rate ich dringend davon ab, dein Geburtsdatum als Code für deinen Koffer zu nutzen. Das wäre so ziemlich das erste, was jemand testen würde, sobald er es kennt und versucht deinen Koffer zu öffnen. Wähle z. B. das Geburtsdatum einer dir nahestehenden Person, mit der du aber niemals reist oder eine andere Zahl, die du nicht vergisst.

Alte Kreditkarten bei Überfall

Empfiehlt sich in manchen Ländern mehr als in anderen, kann aber grundsätzlich überall sinnvoll sein. Oft trage ich einen winzigen Geldbeutel bzw. ein Kartenetui mit sehr wenig Bargeld und ca. zwei abgelaufenen Kreditkarten bei mir. Wenn Du überfallen wirst, kannst du diesen bedenkenlos herausgeben und meist wollen die Täter dir nichts tun, sondern nur Beute erlangen. Keiner checkt das Ablaufdatum und du kommst unbeschadet davon. Zudem ersparst du dir den Ärger, deine Karten sperren zu müssen. Wo du die echten Karten aufbewahrst? Nächster Punkt …

Bauchtasche für Dokumente unter der Hose

Ob im Freizeitpark im Sommer oder auf Reisen: wichtige Dokumente oder Bargeld, wenn ich sonst nichts mit mir herumtragen möchte, habe ich fast immer in meiner Dokumenten-Bauchtasche unter der Hose. Schon oft sorgte diese für Überraschungen: „Oh krass, die sieht man ja gar nicht!“ Richtig, das ist ja auch der Sinn. Einziger Nachteil: in tropischen Ländern wird’s schon mal feuchtwarm am Bauch. Direkt am Körper bewahre ich dann etwa Hotel-Zimmerkarten auf und davor Bargeld, damit dieses nicht nass wird. Wer auf Nummer Sicher gehen und sie definitiv nicht verlieren will, kann sie hinten noch durch eine Schlaufe der Hose ziehen – dann sollte jedoch ein Oberteil diesen Part bedecken, damit sie weiterhin unsichtbar bleibt.

Im Flieger nicht erkälten

Auf Flügen kann es sowohl sehr heiß als auch ziemlich kalt werden. Bewährt hat sich also, auch auf Reisen in tropische Länder eine Weste bzw. einen Pulli mitzunehmen und diesen griffbereit zu haben. Durch die kalte Luft der Klimaanlage kannst du dich sonst schnell erkälten. Bei mir steht aufgrund der wenigen Kleidung, die ich besitze, immer die Entscheidung für eine Kapuze oder für Taschen an. Ich entscheide mich dann immer für die Taschen, da ich hier z. B. Smartphone und Kopfhörer griffbereit habe. Vor allem auf langen Flügen möchte ich nichts in den Hosentaschen haben, da dies meine Bewegungsfreiheit noch mehr einschränkt.

Spezielle Plastikbeutel für Flüssigkeiten im Handgepäck

Die meisten verschließbaren Beutel mit maximal einem Liter Inhalt für Flüssigkeiten im Handgepäck sind quer. Das ist schlecht und sorgt dafür, dass du bei zehn Gegenständen schnell am Limit bist. Stattdessen gibt es auch hochkante Beutel. In diesen kannst du viel besser zehn Gegenstände platzieren. Zu 99% zählt übrigens keiner nach. Sollte ich doch mal über zehn kommen, platziere ich am Rand Dinge wie eine Gesichtsmaske und sonst noch chaotische Dinge wie ein Maßband oder einen Rasierer oder anderes, was eigentlich keine Flüssigkeit ist. Wer sich einen solchen Chaosbeutel ansieht, ist meist direkt so genervt, dass er ihn direkt in die Box legt. Dank der Willkür aller Sicherheitskontrollen, kann man mittig im Chaos  platziert auch schon mal z. B. eine Mundspülung mit 150 ml mit in den Flieger nehmen.

Zeit sparen beim Sicherheitscheck am Flughafen

George Clooney hat es bei „Up in the Air” vorgemacht und gesagt: „Ich denke in Schubladen, das geht schneller“. Dazu kommt es in der Szene, in der er erklärt, welche Schlange man beim Sicherheitscheck wählt, um schnell durch zu sein. Recht hat er. Vermeide stets Schlangen mit Kindern sowie Menschen, die sich nervös oder interessiert umsehen, weil sie das Ganze nicht oft machen. Meine erste Wahl sind immer Businessreisende sowie Personen, die bereits frühzeitig den Laptop aus dem Gepäck räumen. Sie haben Erfahrung, müssen nichts erklärt bekommen, kennen die Regeln und sind schnell durch den Check.

Haarbänder als Deko

Wer lange Haare hat kennt’s: das Haarband ist weg und kein Neues ist in Sicht. Für Notfälle wie diese habe ich immer die Reißverschlusszipper meines Rucksacks mit einfachen Haarbändern umwickelt und auch der Schaltknüppel in meinem Auto ist immer von schwarzen, schlichten Bändern geziert. So ist fast immer ein Haarband zur Hand.

Wasserdichte Sonnencreme-Packung für Wertsachen

Gekauft für meine Reise mit dem Around-the-world-Ticket und tatsächlich hat sie sich bewährt: die wasserdichte Sonnencreme-Packung für Wertsachen. Sieht von Weitem aus wie Sonnencreme, dient aber dem Schutz der Wertsachen vor Sand, Wasser und natürlich Dieben. Damit es nicht klackert, sollte man z. B. eine Serviette um die Sachen wickeln. Nehme ich tatsächlich öfters mit – auf den Malediven hatte ich bspw. meinen Zimmerschlüssel so immer vor meinem Haus liegen lassen, um ihn nicht mitnehmen zu müssen. Gibt’s auch als Getränkedose.

Leichtes Trinkwasser für unterwegs

Der beste Tipp einer guten Bekannten für kürzere Wanderungen oder Touren durch die Stadt. Um dem Körper regelmäßig zumindest etwas Flüssigkeit zuzuführen, kaufe ich mir immer eine winzige Flasche Ingwer-Shot oder Ähnliches, also eine Flasche, die maximal 150 ml fasst. Diese fülle ich für kürzere Strecken mit Wasser. Im Winter passt sie in meine Jackentasche, im Sommer entweder in eine Bauchtasche oder einen Beutel. Sie beschwert nicht beim Gehen, sorgt aber dafür, dass man nicht dehydriert und dem Körper wie empfohlen stündlich Flüssigkeit zuführt. Genial.

Gratis Tee – fast überall

Oft zahlt man über 2 Euro für einen Tee – ich finde das unverschämt, da der Beutel selbst nur ein paar Cent kostet und es sonst nur heißes Wasser ist. Schon seit meiner Jugend trinke ich daher überall gratis Tee. Noch einfacher wird das heute mit eigens mitgebrachten Bechern. Ich habe immer einen Husten- oder Magentee dabei. Damit gehe ich in eine beliebige Lokalität, die Getränke anbietet, halte den Tee hoch und sage, dass ich unbedingt diesen Tee trinken muss und ob man mir bitte heißes Wasser dafür geben möge. Das Zauberwort „bitte“ ist absolut wichtig. Meine Quote sieht nach jahrelanger Ausübung geschätzt so aus: 97% Erfolg, 2% Ablehnung, 1% Berechnung von maximal einem Euro für Wasser bzw. Becher. In meinen Gepäck befindet sich dann natürlich der Tee, den ich tatsächlich trinken will – aber die Einnahme eines Gesundheitstees wird einem wirklich fast nie verwehrt.

Gratis Toiletten – fast überall

Ich zahle nicht gern für die Nutzung von Toiletten. Ich würde es gern machen, wäre es freiwillig, aber zwangsweise dafür zu zahlen widerstrebt mir. Vor allem, da dies auch nur in wenigen Ländern so gehandhabt wird. Wenn es doch mal so ist, nutze ich die Toiletten bevorzugt dort, wo sie gratis sind. Ich gehe also selbstbewusst in Universitäten, öffentliche Einrichtungen wie z. B. Ämter, große Hotels und bei viel Betrieb auch Restaurants. Hier gilt das Motto: „Dreistigkeit siegt!“

Aber auch sonst lohnt es sich immer in kleineren Hotels, weniger gut besuchten Restaurants oder sonstigen Einrichtungen bzw. Läden zu fragen. Als Frau hat man im Grunde gar keine Probleme aber auch als Mann mit freundlichem Auftreten eine hohe Erfolgschance. Ich durfte bspw. bereits bei Tierärzten, Feuerwehrstationen, in Bürogebäuden oder großen Produktionsstätten die Toiletten nutzen. Ganz nach dem Motto: „Wer fragen kann, dem wird geholfen!“

Do not let the bed bugs bite you

Bettwanzen sind ganz üble Gesellen und vor allem in den USA in sehr vielen Hotels zu finden. Wenn du diese mit einschleppst, brauchst du schnell einen Kammerjäger, um sie wieder loszuwerden. Wenn ich also den Verdacht habe, dass ein Hotel von Bettwanzen befallen ist, weil bspw. kleine Blutflecken an den Wänden sind, winzige Löcher in der Bettwäsche (herausgeschnittene Flecken) oder die Bewertungen Hinweise darauf geben, lagere ich all mein Gepäck über Nacht verschlossen im Bad und lasse dort das Licht an. Bettwanzen meiden Helligkeit. Wenn du nicht bei Licht schlafen willst, hast du beim tatsächlichen Befall von Bettwanzen große Chancen zerbissen zu werden, dein Gepäck bleibt aber immerhin vermutlich verschont. Vorsorglich suche ich die Matratzenränder unter dem Bettlaken ab sowie den Bereich unter der Matratze.

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