Mein One-Night-Stand in Florida

Als ich ihn gesehen habe und wusste, dass wir jetzt gleich zusammen wegfahren, hatte ich schon das Gefühl, dass das mit uns beiden nicht lange hält. Das war einfach nur ein Bauchgefühl, denn eigentlich war er optisch etwa eine 7 und von den inneren Werten … na vielleicht eher eine 4 bis 5. Er hat aber damit gepunktet, dass man sich gut an ihm anlehnen konnte. Darauf steh‘ ich total! Wie dem auch sei … Wir kamen uns einige Stunden sehr nahe und am Hotel angekommen wusste ich dann aber sicher, dass wir ab morgens getrennte Wege gehen würden. So kam es dann auch und weil Größe tatsächlich eine Rolle spielt, bin ich froh, jetzt einen neuen und größeren zu haben …

Der Hyundai Elantra, der mich hoffentlich sicher durch rund sieben US-Staaten bringen wird.

Der Hyundai Elantra, der mich hoffentlich sicher durch rund sieben US-Staaten bringen wird.

Der Hyundai Accent sah eigentlich wirklich ganz gut aus, als ich mich für ihn entschied, machte unterwegs dann aber doch Probleme. Ein neues US-Handy hatte ich noch nicht gekauft, war aber sowieso mitten im Nirgendwo und hätte mir da keine großen Chancen ausgerechnet, dass mich überhaupt jemand finden würde. Also Augen auf und durch (die Nacht). Spät kam ich am Hotel an, aber dank Jetlag und über 24 Stunden, die ich bereits unterwegs war, wollte ich dann doch einfach nur noch umfallen und mich nicht mehr ums Auto kümmern. Ich war jedenfalls dankbar, dass es mich trotz allem so gut und sicher ans Ziel gebracht hat! Wenige Stunden später und nach einer doch fast schlaflosen und kurzen Nacht habe ich dann herausgefunden, wo das Problem des Autos liegt und gleich mal meinen Mietwagen-Verleih angerufen. Tauschen? Kein Problem, dauert nur noch ein wenig, weil alle außer mir noch schlafen. Verrückt. Also erstmal Frühstück am Pool.

Dann los und da es vor Ort keinen Economy-Wagen mehr gab, darf ich die nächsten drei Wochen nun mit einem Hyundai Elantra verbringen, der noch keine 3.000 Meilen gefahren wurde. Yay! Der ist auch ohne „starke“ Armlehne (die eigentliich wirklich ein Must-have für mich ist) wesentlich komfortabler und hat auch einen Tempomat – den hatte der Accent vollkommen unüblicherweise einfach mal nicht, was mich sicher noch in den Wahnsinn getrieben hätte. Da aller guten Dinge drei sind und ich in Florida irgendwie immer technische Probleme habe, bin ich tatsächlich derzeit nicht imstande mein frisch gekauftes GoPhone zu aktivieren, was ich schon etliche Male zuvor gemacht habe. Davon gefrustet habe ich im Anschluss gefühlte 300 Stunden wie irre meinen US-Stecker geschnitten (!) und gefeilt (!), da diese Plastikteile innen zu groß waren und der Stecker meines Acer-Laptops auch mit roher Gewalt nicht reingepasst hat. Verstehe ich nicht! Egal, nach meiner Aktion passt jetzt alles und dem Arbeiten am Pool steht nichts mehr im Wege.

Mein geliebter US Highway 27 in Florida - auf dem Weg zu Aldi.

Mein geliebter US Highway 27 in Florida – auf dem Weg zu Aldi.

Passend dazu bin ich auch noch zu Aldi und Publix gefahren und habe mir nicht nur Essen für die nächsten Tage gekauft, um nicht überteuert Essen zu gehen, sondern auch irrationalerweise geprasst und mir für sieben Dollar (!) zwei Liter Kokosnusswasser gekauft. Wieso? Weil „hydrate naturally“. Schmeckt mir nicht mal wirklich, ich bilde mir aber immer ein, dass es bei den hier herrschenden Temperaturen super gesund sei. Außerdem gekauft: meine fantastischen Gemüsechips von Aldi. Hier am Pool wohnt eine kleine Gecko-Familie mit einem Erwachsenen und zwei winzigen Geckos – vielleicht drei Zentimeter lang!? Einer davon kommt jetzt immer raus und schaut mich – wie ich finde – lieb an. Das macht mich glücklich! Das subtropische Klima ebenfalls, weshalb ich schon seit meiner Ankunft mit einem Grinsen im Gesicht herumlaufe – außer, wenn mich hier riesige Ameisen ansprinten … Also dann: das Leben eines digitalen Nomaden genießen und arbeiten, wo andere Urlaub machen …

Alles Liebe,
Claire

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