Mein zweiter One-Night-Stand in Florida

Diesmal war es irgendwie sogar ein Dreier! Anfangs etwas widerspenstig, konnte ich ihm doch noch die Kleidung vom Leib schneiden (!), aber irgendwie hat es dann nicht so ganz mit uns funktioniert. Ich fuhr also mit ihm weg und als ein anderer Mann Hand anlegte, schien alles zu funktionieren. Denke ich mir zwar … wieso klappt es nicht, wenn ich es mache, aber gut. Der Mann hat aber auch eine ganz andere Nummer mit ihm ausprobiert, eine lokale – nicht wie ich eine, die man hier im Süden nicht kennt. Das kam wohl besser an. Alles wirkte gut und wir fuhren wieder ins Hotel – ohne den Mann. Dann der Morgen danach und ein weiterer Versuch meinerseits – auch ohne den Mann. Nichts! Nichts geht mehr! Ging noch nie!? Unfassbar!

Unterwegs in Clermont, bevor ich das GoPhone umtauschen ging.

Unterwegs in Clermont, bevor ich das GoPhone umtauschen ging.

Also zurück zu Target, aber der Mann (1), der gestern mein GoPhone aktiviert und mit 15 Dollar aufgeladen hat, ist nicht da. Dafür aber einer (2), der uns gesehen hat und weiß, dass der Mann das gemacht hat und ein neuer (3). Der von gestern (2) schickt mich zum neuen Mann (3). Der redet dauernd irgendwas von wegen, er mache das ja nicht, sondern Target und er mache auch das nicht, sondern der Guest Service und ich sage immer nur, dass es mir vollkommen egal ist, wer was macht – Hauptsache es passiert! Das sage ich übrigens alles immer super freundlich und lächelnd, weil ich mich im Nettsein übe. Das Problem ist also, dass der Mann (1) die 15 Dollar aufgeladen und irgendwas falsch gemacht hat, sodass das Handy nun unbrauchbar ist (und mir eine Ansage sagt, ich solle es zurückbringen). Wer ersetzt mir jetzt also die 15 Dollar, die aufgeladen wurden? Niemand, laut dem neuen Mann (3), denn ich habe für den Service des Einrichtens „ja nicht mal bezahlen müssen“. Verschiedene Dinge fallen mir dazu ein, aber ich bleibe ruhig und lächle immer noch.

Am Ende hat der Mann von gestern (2) das Handy zurückgenommen – vielleicht dank meines Lächelns und meiner Freundlichkeit auch ohne das Ladekabel, das ich natürlich vergessen habe – und mir mein Geld zurückgegeben. Er hat mir die Adresse von einem zehn Meilen entfernten Target gegeben, da sie selbst das Handy nicht mehr vorrätig hatten. Dann bin ich dort also hin, habe immer noch gelächelt (und aus der ekelhaften Anmache des Kassierers schließend wirkt das auf Menschen scheinbar viel besser, als auf die mich hier umgbebende Technik) und hatte nun also nach zwei Mietwagen in zwei Tagen auch zwei Handys in zwei Tagen. Dann habe ich AT&T angerufen und nach 20 Minuten Warteschleife und Gespräch hat die Frau tatsächlich und ausnahmsweise meine 15 Dollar vom zurückgegebenen Handy auf das neue transferiert. Alles gut, erst mal schlafen. Am nächsten Morgen dann telefonieren. Dachte ich! Ging aber nicht. Nachdem ich also noch eine Stunde (!) mit AT&T telefoniert habe, konnte endlich jemand was auch immer machen und seitdem geht es. Immerhin!

Leckeres Essen bei Golden Corral.

Leckeres Essen bei Golden Corral.

Um noch etwas Positives zur Technik zu sagen: Ich habe mir für diesen Aufenthalt ein Nokia Smartphone geliehen, um es als Navi zu nutzen. Wieso? Weil offline Kartenmaterial mit gratis Navigation dank HERE Drive+. Fazit nach ein paar Tagen: Ich bin vollkommen begeistert! Es ist kleiner und leichter als ein Navi, der Akku hält super und was der Mann mir während der Fahrt erzählt passt und macht Sinn. Bislang kam ich immer einwandfrei ans Ziel – zumindest wenn ich das Ziel kannte und nicht wie vorgestern 30 Minuten planlos in der Gegend rumgeirrt bin, weil ich mir nicht mehr sicher war bei welchem Restaurant ich verabredet war und mein Handy ja bekanntlich nicht ging. Danke an Applebee’s, von wo aus ich gratis telefonieren durfte und dann doch noch zum Essen fand!

Alles Liebe,
Claire

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